ein abend im schumann’s.

schumanns

“Eine Runde Rose-Champagner, Bel-Air natürlich.”, höre ich die Stimme in Romans Gesicht sagen. Ich schaue in sein faltiges, leicht grimmiges Gesicht hinter dem sich ein weicher, osteuropäischer Akzent versteckt.
“Sehr wohl, Frrrräulein.” wippt er gemächlich davon. Ich schüttele den Kopf zur Seite, blicke in ein grünes Marmormeer in dem sich die Bewegungen des Abends spiegeln, während die Flaschen sich ins Leere fließen.

Auf dem Tisch vor mir liegt eine stark beperlte, von Altersflecken leicht berührte Hand. Unsicher tippt sie auf einem kühlen Bildschirm daher. Der Kopf hebt sich,und beißend bellt es: “Was denkt sich denn diese Frau, dieses Kleid, DIESE Cellulite.” Angeekelt wird die Hand, bewaffnet, zur Beweisaufnahme gehoben, um etwas unwesentliches unvergessen zu machen. Der Blick von den Rängen, Brot und Spiele für das Volk. Der Moment gerettet, durch Roman, der es schafft die Aufmerksamkeit und Mund durch eine Käsestulle zu füllen.

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